Rationierung der Freiheit?

Ob Uber-Taxe oder Erreichbarkeit per Smartphone nach 18.00: Immer Regulierung, immer mehr Einengung auf einen Mainstream, immer mehr Konformismus: Wieviel Freiheit erträgt diese Gesellschaft noch? Warum sind wir so mutlos, den Menschen Entscheidungen zu überlassen? Wer heute mit Politikern spricht hört nur: Gesetz, Verschärfung, Regulierung, Einschränkung. Es geht auch anders.

“Vordergründig gesehen lassen sich viele Gründe anführen, die angesichts der geistig nicht mehr einzufangenden und alle Daseinsformen erfassenden Entwicklung immer stärkere Zweifel zu rechtfertigen scheinen, ob die Freiheit überhaupt noch bestehen kann oder ob dieser Wert nicht schon verspielt ist. Bestenfalls – so hört man – ließe sich das Prinzip noch durch eine behördliche Rationierung retten, die den Bürgern und ihren Gruppen das jeweils statthafte Maß an Freiheit zuweist.”

Ein klarer Text, der wie ein Fels in die Gegenwart ragt.

Er stammt von Ludwig Erhard.

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Kommentare {10}

  1. Es tut richtig weh, zu erleben, wie wir unsere Freiheit ohne Not dem “guten” Staat übergeben.

  2. freiheit beginnt immer dort, wo kapitalismus endet

  3. Ja dtesch so ist es: Kinder.
    Früher waren eher Uninformiertheit/Dummheit das Problem.
    Heute ist es überwiegend das “Verharren in kindlichen Vorstellungen von der Beschaffenheit der Welt”. Das unvermeindliche “Wecken” (ganz früher mal Inauguration genannt, heute nur noch sehr(!) verkümmert in Form von Firmung/Konfirmation/Jugendweihe erhalten) aus diesen Vorstellungen wird für sehr Viele sehr grausam werden.

  4. Interessant, diese “Form von Freiheits-Zuweisung” 😉
    Wenn da nicht DIESE form von Terrorismus gäbe.
    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/mein_politischer_kleiderschrank_1_gewalt_im_mund
    Eine Form von Terrorismus die verkleidet als Korrektheit
    nur all zu gerne von all zu Vielen “geschluckt” wird.

  5. Der Begriff „Freiheit“ wird von den meisten Menschen nicht mehr verstanden, wie man auch gut am Kommentar 15:19 sehen kann.

    Freiheit kann nur in Verbindung mit Verantwortung erfolgreich bestehen.
    Verantwortung bedeutet die Folgen des Handelns, ob Erfolg oder Misserfolg SELBST zu tragen.
    Freiheit heißt nicht „Freibier“, wie das Viele so gerne verstehen.

    Kinder und Jugendliche benötigen Führung und Vorschriften, bis sie selbst verantwortungsvoll handeln können.
    Aber wie man unschwer erkennen kann, scheint die Gesellschaft heute NUR noch aus „Kindern“ zu bestehen. Es dürstet ihnen nach Gesetzten, Vorschriften und Regulierungen. Sie sind nicht mehr in der Lage ihr Leben in eigener Regie zu führen.
    Dagegen herrscht Verantwortungslosigkeit und Verwahrlosung, was heute verschwurbelt „Freiheit“ genannt wird.

    Unter solchen Vorgaben hat die Politik ein leichtes Spiel. Sie verspricht den „Kindern“ Spaß und Spiel und wenig Anstrengung, schon gar keine Eigenverantwortung oder gar eigenes Denken.
    Was allerdings verschwiegen wird: die Zeche muss die Gesellschaft dafür selbst bezahlen.

    Gruß dtesch

  6. Wenn Vertrauen geht,
    kommt der Verwaltungsfachmann.

    Vertrauen ist ein Handel auf Gegenseitigkeit.
    Mißtrauen das Ergebnis der “Einseitigkeit”.
    Weshalb das Klagen einseitig wirkt.

  7. Wie dramatisch weit fortgeschritten,
    wie “gefangen” nicht nur eine überwältigende Mehrheit der “Politik” in diesem Land längst ist, wie wenig die “Systematik der Gefangennahme” als auch “der Status des Gefangenseins” im Allgemeinen als auch Speziellen erkannt wird, ist deutlich am apodiktischen Tenor des Kommentar 15:19 zu erkennen.

    1. Stimmt. Für mich war der Text eine Überraschung. So klar, so deutlich

  8. es gibt keine freiheit im kapitalismus

    1. Stimmt. Die Menschen in Nord-Korea sind soooooo frei

Kommentare sind geschlossen.