Gegen die Männer von anderswo sind unsere kein Schutz

Immer wieder kreist Anabel Schunke eine Frage in den letzten Wochen durch den Kopf: Wieso hat niemand die Frauen in Köln beschützt? Wieso konnten deutsche Männer offenbar nichts gegen die hundertfache sexuelle Belästigung tun? Die Ursache liegt in unserer Erziehung zur gewaltfreien Konfliktlösung. Was aber, wenn wir nun mehrheitlich mit Menschen aus einem Kulturkreis zu tun bekommen, die ihre Probleme ganz anders lösen?

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Immer wieder kreist mir eine Frage in den letzten Wochen durch den Kopf: Wieso hat niemand die Frauen in Köln beschützt? Wieso konnten deutsche Männer offenbar nichts gegen die hundertfache sexuelle Belästigung tun? Und wieso scheint sich das an anderen Orten bei anderen Begebenheiten fortzusetzen? Weshalb scheinen Frauen, sofern sie sich nicht selbst verteidigen können, diesen Situationen restlos ausgeliefert zu sein? Wieso kann man hier in Deutschland im Zweifelsfall in solchen Situationen nicht mit Hilfe von Außen rechnen?

Der alltägliche „Clash of Civilizations“

Bei dem Versuch, diese Frage für mich selbst zu beantworten, ist mir bewusst geworden, dass es weit mehr Faktoren als die unterschiedliche Stellung der Frau, das Staatsverständnis und die vollkommen unterschiedlichen Ansichten über Werte wie Toleranz und Meinungs- und Religionsfreiheit gibt, die hier zu einem massiven „Clash of Civilizations“ führen können. Dass der eine Faktor, der spezielle eine Antwort auf diese Frage liefern kann, von solcher Tragweite ist, dass er vielleicht letztlich einen der Hauptgründe dafür darstellt, dass wir unsere eigenen Werte langfristig nicht mehr verteidigen werden können. Dass wir es zulassen, dass wir in unserer eigenen Gesellschaft in Geiselhaft von einer fremden Kultur genommen werden. Immerhin existieren sie ja jetzt schon, die No-Go-Areas in deutschen Städten, auch wenn Melanie Amann dies vorgestern bei Lanz nicht einsehen wollte und das obwohl sie als Merkel-Fan ja eigentlich hätte mitbekommen können, dass die Kanzlerin genau das in der Pressekonferenz am 14.03. bestätigt hat (ab Min. 23:40).

Es gibt sie ja längst, die Orte, wo man sich als Deutscher ohne Migrationshintergrund nicht mehr hintraut, wo andere das Sagen haben als die Polizei. Und es wird, glaubt man den vielen Frauen, besorgten Müttern und Vätern, die mir in den letzten Wochen Kommentare und Mails hinterlassen haben, bald auch immer mehr No-Go-Areas speziell für Mädchen und Frauen geben. Und dabei handelt es sich nicht um dunkle Straßenecken in irgendeinem Berliner Ghetto, sondern um die Orte des Alltags. Die Schwimmbäder, die Clubs, die Parks, die Einkaufszentren. Die Einschränkung der eigenen Freiheit? Bei Mädchen und Frauen hat sie längst begonnen. Natürlich will sich keiner einschüchtern lassen. Sicherlich will niemand, dass Schutz von Außen überhaupt notwendig ist. Dennoch denken Eltern im Zweifelsfall eher pragmatisch, als dass man aufgrund des höheren Wertes der Behauptung der eigenen Freiheit das eigene Kind einem nicht abzuschätzenden Risiko aussetzt. Zumal man weiß, dass Schutz von Außen zumeist nicht zu erwarten ist.

Das Problem, welches sich in dieser Angelegenheit beim Aufeinandertreffen zweier so unterschiedlicher Kulturen ergibt, ist hierbei ganz klar der Unterschied im Grad der Entwicklung und Art von Zivilisation. Eine der größten Errungenschaften, insbesondere der europäischen Gesellschaft, der Europäer selbst, ist jene der gewaltfreien Konfliktlösung. Bereits im Kindergarten wird uns beigebracht, dass Hauen keine Lösung ist. In der Schule lernen wir darüber hinaus mit jedem Schuljahr besser, unsere Meinung argumentativ zu vertreten. Unsere ganze Erziehung ist darauf ausgelegt, dass uns bewusst wird, dass man mit Gewalt keine Probleme löst. Dass Gewalt die Ultima Ratio ist, die uns in den meisten Fällen wenn überhaupt nur noch durch den Fernseher erreicht, wenn irgendwo Krieg herrscht. Und selbst da wird sie abstrakter, entfremdet sich zusehends vom Menschen. Drohnen, die per Joystick geflogen werden, haben nicht mehr viel mit einer direkten kämpferischen Handlung zu tun. Gewalt – etwas, womit viele allenfalls nur noch bei einer Diskoschlägerei unter Alkoholeinfluss in Berührung kommen. Wenn überhaupt.

Einen Konflikt zivilisiert lösen, wenn die Zivilisation des anderen anders ist?

Wir haben innerhalb unserer Gesellschaften in einem mühsamen Prozess, der sich über nicht weniger als Jahrhunderte erstreckt, gelernt, unsere Probleme mit Worten statt mit Fäusten zu lösen. Dabei gilt das auch hier freilich nicht für jeden, aber es herrscht zumindest ein breiter gesellschaftlicher Konsens darüber, dass wir unsere Konflikte miteinander weitgehend auf zivilisierte Art und Weise lösen. Etwas, worauf wir immer stolz waren, was wir zurecht als zivilisatorische Errungenschaft werten.

Was nun aber, wenn wir mit einem Mal durch den Flüchtlingsstrom über eine Million Menschen im Land haben, in deren Gesellschaften man ein völlig anderes Verhältnis zur Konfliktlösung besitzt? Die mit Gewalt teilweise aufgewachsen sind, die den Krieg, die kriegerische Auseinandersetzung unmittelbar erfahren haben? Wo man so etwas wie Toleranz gegenüber anderen Ansichten, Religions- und Meinungsfreiheit nicht gelernt hat. Wo die Frau geschlagen werden darf, wo man sich auf sexueller Ebene innerhalb der Ehe nimmt, was man will, wo Frauen, die sich nicht an diese Werte halten als Schlampen gelten und zu Freiwild avancieren und wo man Konflikte ohnehin untereinander eher mit Gewalt, denn mit Worten löst, weil oft schlichtweg schon die Bildung und Erziehung fehlt, die einem beibringt, dass man mit Worten langfristig mehr erreicht als mit Fäusten.

Ich sage Ihnen, was passiert. Es passieren solche Dinge wie Köln. Es passieren wie kürzlich wieder von Freunden berichtet, aggressive Überfälle in Clubs und Bars. Situationen, in denen junge Asylbewerber auf offener Straße junge Frauen als “Schlampen” bezeichnen, weil sie feiern gehen, in denen junge Männer als “Hurensöhne” bezeichnet werden, weil sie sie festhalten wollen, bis die Polizei eintrifft und sich niemand traut, diesen dreisten Menschen etwas entgegenzusetzen, weil man fürchten muss, dass sie jederzeit ein Messer aus der Tasche ziehen. Was wir hier erleben ist eine asymmetrische Konfliktlösung auf der Straße. Während die eine Hälfte vollkommen unbewaffnet und mit dem über 20-30 Jahre eingebläuten Mantra von der gewaltfreien Konfliktlösung da steht, zückt die andere Hälfte schon das Messer. Sie wissen um diesen Umstand. Und so wird unsere zivilisatorische Errungenschaft in solchen Situationen systematisch gegen uns verwendet. Nicht umsonst ist „Ihr könnt mir nix, ich hab’ Asyl“ wohl leider der meistgehörte Satz im Zusammenhang mit derlei Auseinandersetzungen.

Clan-Flashmob gegen Polizei und Zivilcourage

Daneben existiert ein weiterer kultureller Unterschied, der sich hier als fatal erweist. Die Tatsache „Kollektivismus vs. Individualismus“. So konstitutiv der sich in unseren westlichen Gesellschaften durchgesetzte Individualismus für den Erfolg von Werten wie Toleranz und Meinungsfreiheit, aber auch für die freie Marktwirtschaft und damit den Wohlstand der westlichen, arbeitsteiligen Gesellschaften ist, so sehr wird er uns in der Auseinandersetzung mit jenen, die in den kollektivistischen Gesellschaften der islamischen Welt aufgewachsen sind, zum Verhängnis. Die Polizistin Tania Kambouri beschrieb das Phänomen der Zusammenrottung bei Polizeieinsätzen in ihrem Buch „Deutschland im Blaulicht“.

Mittlerweile stellt es ein bekanntes Phänomen dar, dass auf migrantischer Seite binnen kürzester Zeit nach Absetzen eines Polizeirufs Dutzende Familienmitglieder und Freunde mobilisiert werden, die sich der eintreffenden Polizei oder der gegnerischen Konfliktpartei in den Weg stellen, auf sie einreden oder gar bedrängen. In den meisten Fällen übersteigt die Anzahl der versammelten Familienmitglieder und Freunde bei Weitem die Anzahl der chronisch unterbesetzten Polizei, die in der Folge nicht selten unverrichteter Dinge abrücken muss, weil es schlichtweg an Personal fehlt, um die Tatverdächtigen festzuhalten. Ein Beleg dafür, dass in diesem Land längst das Recht des Stärkeren gilt und eine Bankrotterklärung für den Staat, der in Bezug auf migrantische Straftäter und Asylbewerber längst nicht mehr dieser Stärkere ist.

Kann man unter solchen Bedingungen von deutschen Männern verlangen, dass sie sich dem entgegenstellen? Sollte man das überhaupt, wo doch das Gewaltmonopol beim Staat liegen sollte und keiner ernsthaft wollen kann, dass wir hier in tatsächliche Bürgerunruhen verfallen? Was aber, wenn der Staat in dieser Frage der öffentlichen Sicherheit versagt? Die Frage ist, wie lange noch seelenruhig dabei zugesehen wird, wie Frauen begrabscht, Menschen beklaut werden und einem dann noch süffisant grinsend ein „Ihr könnt mir nix, ich hab’ Asyl“ entgegen geworfen wird? Was, wenn die zivilisatorische Errungenschaft der gewaltfreien Konfliktlösung selbst nur mit selbstbewusstem Auftreten, was im für uns unschönen Endresultat vielleicht die Gewalt als Ultima Ratio zur Folge hat, verteidigt werden kann? Ist das schlussendlich die Konsequenz aus der Frage, wie viel Toleranz man der Intoleranz gewähren sollte?

Zivilisierte Konfliktlösung mit Gewalt-Zivilisierten?

Zweifelsohne ist es schwierig, darauf eine adäquate Antwort zu finden. Die gewaltfreie Konfliktlösung ist, wie eingangs erwähnt, ein Errungenschaft, welche wir uns in unserem eigenen zivilisatorischen Prozess hart erkämpft haben. Es gehört jedoch auch zur Wahrheit, festzustellen, dass sich genau diese Errungenschaft als Nachteil erweist, wenn sie auf jene trifft, die ihre Konflikte immer noch größtenteils mit Gewalt und im kollektivistischen Verbund zu lösen suchen. Am Ende, so die traurige Erkenntnis, zieht die Gewaltlosigkeit im direkten Aufeinandertreffen mit der Gewalt zumindest für den Moment den Kürzeren. Der Stärkere setzt sich in diesem Fall durch. So einfach ist das. Unsere Erziehung bietet darauf keine Antwort. Unser Staat und die Politik genauso wenig.

Beim Stichwort Erziehung muss zudem auf einen weiteren Aspekt eingegangen werden. Insbesondere als Feministin dringt natürlich immer wieder auch der Vorwurf zu mir durch, dass nicht nur die generelle Erziehung eines jeden in unserer Gesellschaft zur gewaltfreien Konfliktlösung das Problem sei, sondern vor allem auch die generelle Ausrichtung der Erziehung auf die Mädchen. Kaum jemand spricht in diesem Zusammenhang von Jungs, die systematisch durch unsere ideologische, „genderisierte“ Erziehung verweichlicht werden.

Dass junge Männer durch ihre Erziehung verweichlicht werden, sehe ich durchaus in einigen Aspekten auch so. Dennoch sehe ich den Einfluss eines ideologisch verblendeten Feminismus in der Erziehung im Vergleich zu den anderen Aspekten als geringer an. Befasst man sich beispielsweise mit ideologischen Hardliner-Positionen, so können diese durchaus einen verwirrenden Einfluss auf junge Menschen haben und das meiste halte ich auch für absoluten Nonsens. Es ist an dieser Stelle jedoch wichtig, zu betonen, dass es zwei Arten von Feminismus gibt. Den ideologisch verblendeten und den geerdeten Feminismus, der sich an der Realität orientiert.

Ich kann mich also sehr wohl als Feministin bezeichnen, ohne ideologisch verblendet zu sein. Und ich kann sehr wohl Einschätzungen abgeben und Feminismus kritisieren. Vor diesem Hintergrund halte ich es für unbedingt wichtig, dass man Frauen und Männer alles sein lässt, was sie sein wollen. Dass sie alles werden können, was sie wollen. Dass sie nicht in vorgefertigte Rollenmuster gedrängt werden, die sie in ihren Möglichkeiten schon von Anfang an einschränken. Dass Mädchen nicht zum lieb und brav sein erzogen werden und dass ihnen nicht direkt eingeredet wird, dass sie irgendetwas aufgrund der Tatsache, dass sie Mädchen sind, nicht können. Das Gleiche gilt natürlich auch umgekehrt für Jungs.

“Weggendern” ist keine Lösung

Dennoch ist das für mich kein Widerspruch, sollten Jungs und Mädchen und später auch Frauen und Männer auch Jungs und Mädchen bzw. Frauen und Männer sein dürfen. Feministin zu sein, die gleichen beruflichen Chancen, Verdienste etc. für mich einzufordern und meine Meinung lautstark und alles andere als brav und nett auszusprechen und gleichzeitig einen starken Mann an meiner Seite zu präferieren, der mich auch einmal in den Arm nehmen und im Zweifelsfall beschützen kann, steht für mich in keinem Widerspruch zueinander. Gleichberechtigung bedeutet nicht, dem Menschen sein Geschlecht abzuerkennen oder ihm nicht zuzugestehen, dass er sich nicht gerne auch einmal „typisch Mann“ oder „typisch Frau“ verhält. Es gibt Unterschiede, die lassen sich nicht „weggendern“ (oder doch?), weil sie natürlich sind und es gibt Unterschiede, die sind nicht natürlich und sorgen für unfaire Ausgangsbedingungen. Hier die Linie zu ziehen, ist nicht immer einfach und bildet eines der Hauptprobleme des ideologischen Feminismus ab. Aber dieser ist eben nur eine Art des Feminismus, während sich die andere Art lediglich auf die nicht natürlichen Ungleichheiten konzentriert und Missstände versucht, aufzudecken.

Obgleich der ideologische Feminismus immer weiter an Einfluss auch in der Erziehung, an den Schulen und Unis gewinnt, sehe ich ihn dennoch nicht als entscheidenden Faktor in dieser Debatte an. Zu meiner Schulzeit konnte von dem „Genderwahn“, wie es heute gerne genannt wird, noch nicht annähernd die Rede sein. Den ideologischen Feminismus habe ich erst an der Uni kennen gelernt. Dennoch hat die Generation der Männer meines Alters nicht weniger Probleme mit dem Mann sein als jene, die gerade Anfang 20 oder noch jünger sind.

Neben der schulischen Erziehung spielt dabei vor allem die elterliche Erziehung und das unmittelbare sowie das gesellschaftliche Umfeld eine erhebliche Rolle. Viele Mütter – und dazu gehören nicht nur irgendwelche „Gender-Emanzen“, sondern ganz oft auch die im konservativen Umfeld so hochgelobten klassischen Hausfrauen, verweichlichen ihre Söhne. Darüber hinaus finden wir in der deutschen Gesellschaft seit der Elterngeneration der 68er keinen wirklichen Generationenkonflikt mehr vor. Wollte man sich als 68er noch von der Nazi-Elterngeneration abgrenzen und als Kind der 68er dann wiederum in den 80ern und 90ern von der „linksversifften“, antiautoritären Erziehung der Eltern, kämpft man heute im Prinzip gegen gar nichts mehr an. Die Konfliktlinien sind weitestgehend beseitigt. Man hat sich lieb wie noch nie zuvor. Eigentlich eine tolle Sache. Aber im Endergebnis haben wir dadurch heute nicht selten insbesondere in Bezug auf die jungen Männer fast schon italienische Verhältnisse. Das verweichlichte Muttersöhnchen? Keine Seltenheit.

Genderismus plus Egoismus = kein Gemeinschaftssinn

Dazu kommt, dass wir, die Generation Y, alle kleine Egoisten sind. Sendungen wie DSDS und Co. legen eindrucksvoll Zeugnis darüber ab, dass wir uns alle für etwas ganz Besonderes halten und dass man uns schon deswegen die Welt zu Füßen legen müsste. Dass Erfolg auch heute noch zumeist durch harte Arbeit kommt, will man nicht mehr so recht akzeptieren. Genau jener überbordende Individualismus sorgt jedoch nicht nur dafür, dass wir in Momenten des Konflikts keine 50 Mann zusammenrotten können (ob man solche Konfliktszenarien überhaupt wollen würde, ist eine andere Frage), sondern auch dafür, dass wir uns alle nur um uns selber kümmern. Der Typ da begrabscht die Frau? Der da hat ein Handy geklaut? Nicht mein Problem. Nicht mein Handy. Was hierbei schmerzlich auf der Strecke geblieben ist, ist unser gesellschaftlicher Gemeinschaftssinn. Die Verantwortung für andere und damit nicht zuletzt die Zivilcourage. Dass diese Feststellung von einer durch und durch Liberalen kommt, sollte zum Nachdenken anregen.

Davon ab wird Zivilcourage nicht selten zum eigenen Nachteil und sogar Gefahr. Wenn nicht durch das erhebliche Gewaltpotenzial junger Migranten, dass in manchen Situationen eine Gefahr für Leib und Leben darstellt, dann dadurch, dass man am Ende, wie jüngst geschehen, für Zivilcourage auch noch juristisch abgestraft werden kann. Hier zeigt sich einmal mehr, das erhebliche Problem der mangelnden Rechtsgleichheit, das auch vor dem Hintergrund der Asylkrise immer mehr zu Tage tritt. Während die anderen oft Narrenfreiheit genießen, wird der deutsche Michel noch für jede kleine Ordnungswidrigkeit bis zum Letzten verfolgt.

Solche Männer werden wir Frauen schützen müssen

Seit Januar laufe ich mit Pfefferspray und Taschenalarm durch die Gegend. Etwas, was ich noch vor Monaten für undenkbar gehalten hätte. Plötzlich mache ich mir Gedanken darüber, ob unsere Männer vielleicht zu verweichlicht sind, weil ich plötzlich allen Ernstes darüber nachdenke, dass wir unsere Werte, unsere Kultur am Ende vielleicht doch nicht nur mit netten Worten und guten Argumenten verteidigen können, weil unsere Instrumente der Konfliktlösung in der direkten Auseinandersetzung mit der Gewalt – das haben die Erfahrungen der letzten Jahre gezeigt – den Kürzeren ziehen. Ich sehne mich nach starken Männern, die mich im Zweifelsfall als Frau auch mal verteidigen können, die Courage zeigen, obwohl ich genau dieses männliche Verhalten vorher eher affig fand. Es zeigt mir, dass dieser Kultur-Clash uns vor vollkommen neue Herausforderungen stellt, auf die unsere Gesellschaft keine Antwort weiß.

Denn wenn ich die meisten Männer an meiner Uni sehe oder auf der Straße, sehe ich schwarz. Bei vielen habe ich nicht selten das Gefühl, dass ich sie eher beschützen müsste als umgekehrt. Dabei geht es gar nicht mal so sehr nur um Gewalt, um die tatsächliche Auseinandersetzung mit Fäusten. Es geht um die selbstbewusste Verteidigung der eigenen Werte, um das Nicht-Kuschen vor Leuten, die diese Werte mit Füßen treten, um das Sich-Nicht-Auslachen-Lassen, weil man der dumme Deutsche ist, der einem eh nichts kann. Es geht darum, sich gegenüber diesen Leuten zu behaupten, statt ihnen kampflos das Feld zu überlassen. Aber wie stellt man das an, ohne zumindest den Hintergedanken, dass man zur Not auch im Stande dazu wäre, sich und andere körperlich zu verteidigen. Woher soll das selbstbewusste Auftreten kommen, wenn man weiß, dass man damit alles riskiert, weil man selbst nur die Auseinandersetzung mit Worten gelernt hat, während andere sich ganz anders zu verteidigen wissen.

Sollten wir keine Antwort auf diese Frage finden, kann der Erhalt unserer Werte meines Erachtens langfristig nicht gewährleistet werden. Auf Rückendeckung der Politik ist hierbei nämlich kein Verlass.

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Kommentare {188}

  1. Werte Frau Schunke, das nenn ich “weibliche Arroganz”. Warum sollen sich Männer im Notfall massakrieren lassen, während Frauen auf Grund ihres Geschlechtes fein raus sind???

  2. @ Thomas Hellerberger

    Lieber Thomas, da ich weder Physikerin noch Mathematikerin bin, sondern BWL studiere, kann ich mit dem von Ihnen geschilderten Szenario nicht viel anfangen. Als Frau würde ich jedenfalls keinem der 3 Herren den Vorzug geben, weder in Berlin noch in der Wüste oder sonstwo.
    Ich würde das Dörrfleisch an mich bringen, mich an einen sichern Ort begeben und die Dosen mit meinem Mehrzweckmesser schonend öffen. So würde ich jedenfalls nicht verhungern.

  3. “Wieso konnten deutsche Männer offenbar nichts gegen die hundertfache sexuelle Belästigung tun? Die Ursache liegt in unserer Erziehung zur gewaltfreien Konfliktlösung.” Falsch, Frau Schunke. Wenn Sie inmitten einer Gruppe aggressiver, angetrunkener, übergriffiger Männer sind, ist es lediglich ein Zeichen von Dummheit, gegen diese mit dem Versuch der Gewalt vorzugehen.

    Das hat mit der Herkunft der Deppen nichts zu tun, es gilt auch z.B. auf dem Schützenfest, dem Rockertreffen etc. – einfach überall, wo die Unzivilisierten temporär in der Übermacht sind. So etwas ist ein Fall für Polizei und später die Staatsanwaltschaft, dass diese in die Lage versetzt werden muss, dieser Aufgabe besser gerecht zu werden, ist Gebot der Stunde.

    Ganz allgemein gesagt, hilft einem selbst große Wehrhaftigkeit (die zu keiner Zeit Merkmal des überwiegenden Teils der Bevölkerung war) in Situationen wie in Köln, nicht wirklich weiter. Was die Menschen wirklich erschreckt, ist glaube ich, dass es eben Situationen gibt, in denen wir hilflos werden. Kein Staat, keine persönliche Fitness, keine Waffen, können gewährleisten, dass wir immer Herr / Herrin der Lage bleiben. Es ist ein sehr kindliches Denken, zum Beispiel Männer könnten das leisten.

  4. Angesichts der Masse der Leserkommentare, selbst für Tichy-Verhältnisse, hat Frau Schunke hier ein heißes Eisen aufgegriffen. Ich habe auf diverse eher feministische Beiträge von Frau Schunke schon ähnliches, wie sie hier schreibt, als Leserkommentar angeantwortet (“Wollmütze, kurze Hosen und Flipflops”), nämlich die Entmännlichung, in der Konsequenz Androgyniserung, am Ende Verweiblichung des westlichen Mannes. Ich will jetzt nicht auf Pirincci verweisen, aber in seiner Fäkalsprache schreibt er das gleiche, obwohl er sich eher an den Schwulen als dem neuen Idealbild des Mannes abarbeitet.

    Liebe Frauen, Ihr habt nun die Männer, die Ihr wolltet. Meine Frau hat neulich eine Sendung gesehen (“Take me out”), in der ca. 30 Frauen im Halbkreis stehend einen Mann präsentiert bekommen und entscheiden sollen, ob sie kennenlernen wollen oder nicht. Zwar heißt der Titel wörtlich “erschieß mich” aber schon beim Wort “Public Viewing” (wörtlich: Leichenbeschau) haben deutsche Medienleute gezeigt, daß sie kein Englsich können, obwohl sie es denken.
    Aber egal, jedenfalls stehe da so 35 junge Damen, politisch korrekt ethnisch sehr bunt, und dann kommt so ein Mann herein. Mann? Also auch so ein Mittzwanziger, Smartphone-Generation, und Finn oder Paul muß sich dann vorstellen. Da stehen sie dann, die Mannsbilder, Fußspitzen zueinander gedreht, unsicher kichernd, um ein Grisnen ringend. 35 x hören wir ein weibliches “ist der aber süüüüüß!!”. Dann stammelt der süße Mann ein paar Worte. Erste Enttäuschungen bei den Frauen, die Stimme viel zu hoch. Der soll mich schützen? fragt das weibliche Unterbewußtsein, formuliert ein “der kann ja im Bett nichts sein” dazu. Frauen fragen ihn herausfordernd was, er stammelt was zurück, alles ganz furchtbar, aber es könnte auch das Drehbuch sein. Aber dann: Die Frauen müssen auf einen Knopf drücken, ob sie ihn weiter kennenlernen wollen, und wenn sie nicht drücken, müssen sie raus. Dann bleiben von 35 fünf oder auch mal gar keine übrig, und dann wäre der Mann dran. Hier habe ich aufgehört, zuzugucken.
    Beide Seiten demütigen sich hier, weil die Frauen, in die Männerrolle des Jähgers gedrängt (schaut her wie stark wir sind!) dann doch nur abwählen und weglaufen, statt aktiv zu werden (nämlich selbst der ersten Schritt zu machen), während der Mann am Ende zwar wählt, aber auch nur die, die Angst hatten, nun gar keinen abzubekommen.
    Aus Frauen werden eben keine Männer, und aus Männern keine Frauen. In der Realität lockt die Frau den Mann an, der wirbt um sie und die Frau wählt aus. Nur dann klappt’s.
    Wenn das aber außer Kraft gesetzt wird, bleiben, wie in der Sendung am Ende alle, allein. Ich finde, diese Sendung ist in ihrer ganzen Beschertheit doch genial, denn sie ist so, wie es heute läuft. Und so seid Ihr Frauen nun halt auch allein. Eure Männer tragen Flipflops wie ihr, zeigen nackte Füße, aber Euch verteidigen können sie nicht mehr. Fluch der bösen Tat. Ich habe da gar kein Mitleid.

  5. Warum lernen sie selbst denn keinen Kampfsport? Warum wird die Verweichlichung der Männer kritisiert, nicht aber der Frauen?

  6. @ Ronald Proll, Blinse und andere

    Liebe Leute!

    Die Tatsache, dass BW und Polizei von der Politik aber auch von weiten Teilen der Gesellschaft, den Medien usw. häufig genung im Stich gelassen worden sind widerspricht doch nicht meiner Auffassung, dass diese Institutionen grundsätzlich für die innere- bzw. äussere Sicherheit zuständig sind.
    Selbstverständlich hat jeder und jede, auch das Recht zur Selbstverteidigung im Fall von Notwehr!

    Wir können natürlich nicht in jede Ecke einen Polizisten stellen, sondern wir müssen das Problem mit “den Männern von anderswo” (Anabel Schunkes Ausdruck) mit den Mitteln von Polizei und Justiz lösen. Das Gewaltmonopol muss beim Staat bleiben!

    Leider zeigt sich unser Staat da häufig nicht konsequent genug, was aus vielen unverständlichen Gerichtsurteilen sichtbar wird. Auch hatte die Polizei in der Vergangenheit oftmals nicht den Mut oder Willen konsequent gegen die Straftäter “von anderswo” vorzugehen. Die Beamten sind ja auch ständig mit der Angst konfrontiert von den Medien zerrissen zu werden.

    Legislative und Exekutive müssen natürlich auch Willens sein, unseren Staat zu verteidigen, dass es leider viele “Träumer” und “Spinner” gibt, weiss ich sehr genau, an meiner Uni gibt es nicht wenige dieser Exemplare.

    Die Behauptung aber, dass der Feminismus unsere Gesellschaft in den Untergang führt ist absurt, wobei man natürlich erst einmal den Begriff “Feminismus” definieren muss.

    Eine Gesellschaft in der Frauen und Männer gleichberechtigt sind und jeder und jede Aufgaben übernehmen kann, die den individuellen Fähigkeiten und Neigungen entsprechen ist anderen Gesellschaftsformen, wie dem islamischen Geschlechterverständnis, überlegen.

    Was ist typisch Frau, was ist typisch Mann? Natürlich gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern, aber die Übergänge sind überlappend – und Körperkraft ist schon seit der Erfindung der Steinschleuder nicht das einizige Kriterium. Es gibt aber leider immer noch Männer, die nicht damit fertig werden, wenn Frauen auf der Überholspur unterwegs sind.

    1. Liebe Lena, in der Unji haben wir uns immer wieder mal einen Witz erzählt, der ging so:

      Drei Männer sitzen auf einer Insel, wo sie mit dem Flugzeug abgestürzt sind. Sie haben je eine Dose mit Dörrfleisch vor sich, was anders gibt es auf dem Eiland nicht zu essen, soviel haben sie schon erkundet. Bis sie gerettet werden, wird es mehrere Wochen dauern. Es handelt sich um Physiker und Mathematiker. Allmählich bekommen sie Hunger und da stehen nun diese Dosen mit Dörrfleisch, das in dieser Situation vermutlich sogar einen Veganer schwach werden ließe.

      Der erste Mann (nennen wir ihn den praktischen Physiker) sagt, kein Problem. Er holt sich einen schweren Stein, und wirft ihn mit voller Wucht auf die Dose. Nach dem 3. mal ist sie geborsten und er kommt an sein Dörrfleisch. Danach droht er jedem Prügel an, der es wagt, davon zu essen.

      Der zweite Mann (nennen wir ihn den theoretischen Physiker) hat gesehen, daß die brachiale Methode zwar zum Ziel führt, doch er hat gelernt, daß Gewalt schlecht ist und außerdem ist beim Zerschlagen auch was verloren gegangen. Er hat bereits berechnet, daß das Dörrfleisch nur bis zur Rettung reicht, wenn nicht mehr als 1,7548916 % des Inhaltes verloren gehen. Also beginnt er genau den Winkel, die Wucht und die Aufprallgeschwindigkeit zu berechnen, mit der er die Dose gegen eine Felswand werfen muß, damit sie dann geöffnet und mit vollem Inhalt vor ihn steht. Die Berechnungen sind aufwendig, und letzter Stand ist, daß er trotz erheblichen Hungers immer noch rechnet. Ob die Unterzuckerung bereits seine Gedanken verwirrt, wissen wir nicht, aber auf jeden Fall ist die Dose immer noch zu.

      Dann ist das noch unser dritter Mann. Der Mathematiker. Er setzt sich vor die Dose, schaut sie an und sagt dann leise murmelnd: “Gegeben sei eine Dose Dörrfleisch. Dann gilt…”

      Wer der drei wird auf keinen Fall verhungern? Und welchem Mann, unterstellt Sie seien die Eva, würden Sie den Vorzug geben? Wohlgemerkt, nicht in Berlin-Mitte. Sondern dort, in freier Natur.
      Der Witz war bei den Physikern verbreitet, die sich über die weltentrückten Mathemaiker lustig machen wollten. Verstehen Sie , warum er mir bei Ihrem Text einfiel?

    2. Es wäre doch wohl längst Aufgabe der Justiz in NRW und Köln gewesen, angemessene Strafen gegen solche Straftäter zu verhängen, die auch eine abschreckende Wirkung haben.
      Genauso wäre es überfällig gewesen, dass die Polizei in NRW und Köln gegen stark steigende Fallzahlen von Kriminalität und auch Kriminalität auf der Strasse durch solche Tätergruppen
      präventiv vorgegangen wäre und frühzeitig eingeschritten wäre.
      Beides war aber offensichtlich nicht im gebotenen Masse der Fall, so dass es dann zu dem Fall der Kölner Silvesternacht und einer Flut von Einbruchsdiebstählen und Metall- sowie Trickdiebstahlen kam.
      Mich würde es deshalb nicht wundern, wenn am Ende herauskommen würde, dass man auch im Fall der Silvesternacht vor lauter (ggf. von oben verordneter) Political Correctness gezögert und gezaudert hat. Stattdessen hätte man frühzeitig mit angeforderter Verstärkung einschreiten müssen.

      Wenn die Polizei ihren Aufgaben so nachgekommen wäre, wäre jede Diskussion über Notwehr und Gewaltanwendung durch betroffene Bahnhofsbesucher und Besucherinnen völlig überflüssig gewesen. Ein gewaltsames Vorgehen der Bürger kann auch keine Dauer-Lösung für die bestehenden aktuellen Kriminalitätsprobleme in NRW sein, denn der Bürger kann nicht allein 24 Stunden am Tag 365 Tage im Jahr ersetzen, was die dafür eigentlich finanzierte und ausgerüstete Polizei versäumt.

      Hier hat auch sicherlich niemand etwas gegen eine Karriere von Frauen, ganz im Gegenteil.
      Was uns Männer nur stört, ist das Männerbild, was von manchen Frauenrechtsvereinen gemalt wird, als sei jeder Mann a priori als verkappter Sexualstraftäter anzusehen und deshalb für vogelfrei erklärt für jegliche Gewaltanwendung durch Frauen.
      Würden sich Männer so verhalten, wie es von dieser Seite propagiert wird, gäbe es täglich bei Auseinandersetzungen zig Tote…

    3. Bitte an Mod, dies (obwohl etwas OT) zuzulassen:
      Während meines Physikstudiums erzählten wir einen etwas anderen Witz.
      Fall 1: Eine Flasche Bier ist im Kühlschrank. Der Physiker geht zum Kühlschrank, öffnet die Tür, nimmt die Flasche heraus, schließt die Tür, öffnet die Flasche, trinkt. Der Mathematiker geht zum Kühlschrank, öffnet die Tür, nimmt die Flasche heraus, schließt die Tür, öffnet die Flasche, trinkt.
      Fall 2: Die Flasche Bier ist im Keller. Der Physiker geht in den Keller, nimmt die Flasche in die Hand, geht zurück in die Küche, öffnet die Flasche, trinkt. Der Mathematiker geht in den Keller, nimmt die Flasche in die Hand, geht zurück in die Küche, öffnet den Kühlschrank, legt die Flasche hinein, schließt die Tür und hat das Problem auf Fall 1 zurückgeführt.

  7. Ich denke, ich muss angesichts auch neuer Informationen diese Analyse noch deutlicher kritisieren. Die Ursachen für die Kölner Silvesternacht sind nicht bei der angeblichen Verweichlichung von Männern zu suchen, die an diesem Tag gar nicht vor Ort anwesend waren und sicherlich auch nicht bei den Opfern, die versucht haben, mit ihren Freundinnen/Frauen durch die Menschenmassen mit zahlreichen Straftäter halbwegs unbeschadet nach Hause zu gelangen.

    So ein Vorwurf ist zwar schnell niedergeschrieben, doch liegen die wahren Ursachen eher ganz woanders – nämlich der rot-grünen Innenpolitik in NRW und dem Verhalten der Justiz in NRW!

    Gerade die Kölner Justiz trägt eine wesentliche Verantwortung dafür, dass einige Tätergruppen keinerlei Respekt vor deutschen Gesetzen mehr haben. Das kritisierte erst vor wenigen Tagen die Polizeigewerkschaft GdP. Man sehe sich nur Fälle wie diesen beinahe-Totschlag (Opfer monatelang im Koma, anschliessend querschnittsgelähmt) an, wo der Täter als Serien-Gewalttäter, der bis zum heutigen Tag regelmässig vor Gericht gestellt wird, zumindest in erster Instanz praktisch völlig sanktionslos davonkam:
    http://www.ksta.de/koma-schlaeger-bewaehrungsstrafe-fuer-erdinc-s–12876592
    http://www.rundschau-online.de/gericht-bewaehrung-fuer-koelner–koma-schlaeger–11540548
    http://www.ksta.de/kriminalitaet-koelner-schlaeger-wieder-in-haft-13392264
    Und so geht es bei dieser Person dann ständig bis 2016 weiter:
    http://www.express.de/koeln/todesdrohung-im-casino-koma-schlaeger-wieder-vor-dem-richter-23624954
    – natürlich mit Freisprüchen.

    Aber auch die Polizei in NRW und ihr oberster Dienstherr tragen wohl einige Verantwortung, sträubte man sich jahrelang gegen jegliche verstärkte Kontrollen auf der Strasse angesichts stark angestiegener Fälle von Einbrüchen, Raub und Metall- sowie Trickdiebstahl durch ausländische Banden, die man als angeblich unzulässigen Generalverdacht strikt ablehnte, während die Zahlen immer weiter anstiegen.
    Solche Bedenken hat man bei anderen vermuteten Tätergruppen nicht. So schreckte man nicht davor zurück, im Jahr 2005 die Bombenleger von der Kölner Keupstrasse (nach heutigem Wissen der NSU) zwischenzeitlich ausgerechnet unter Musterschülern und Jugend-Forscht-Teilnehmern aus Köln zu suchen.

    Gerade die Kölner Polizei scheint auch der rot-grünen-Emanzen-Ideologie nahezustehen, wie mancher Artikel zumindest vermuten lässt
    http://www.rundschau-online.de/magazin/selbstverteidigung-fuer-frauen-vorbereitet-sein-fuer-den-notfall-484056

    und sah Sexualstraftäter in erster Linie nur in der eigenen Familie, unter Freunden und Arbeitskollegen.
    Immerhin: Die sonst an dieser Stelle stets ebenfalls ganz gross genannten Mitschüler (unter Umständen im Alter von nur 11 oder 12 Jahren) als angebliche Haupt-Tätergruppe, gegen die gewisse Stellen in NRW unter Mitwirkung der NRW-Polizei Mädchen und Frauen Tritte in den Unterleib sowie die obigen z.T. lebensgefährlichen Techniken im Rahmen solcher Veranstaltungen üben lässt, wo es angeblich um eine Abwehr unerwünschter Annäherungsversuche geht, fehlt -oh Wunder- in dieser Liste vermeintlicher Sexualstraftäter dieses Kölner Zeitungsberichts.
    Bei diesen Veranstaltungen hat man keinerlei Hemmungen, lebensgefährliche, im militärischen Nahkampf in Übungen verbotene und unter Umständen völlig unverhältnismässige Techniken zu propagieren, richtet sich die auf diese Weise privatisierte Gewalt schliesslich in der Regel gegen deutsche Männer, die auf keinen Grundrechtsschutz und schon gar nicht auf Political Correctness vertrauen dürfen.

    Wo war nun die famose Kölner Polizei in der Silvesternacht, als massenhaft solche Taten im und am Bahnhof stattfanden? Hatte man hier evtl. auch zu lange rechtsstaatliche Bedenken, angemessen einzuschreiten, weil wieder ideologische Bedenken in Form von Political Correctness-Erwägungen oder Vorgaben aus Düsseldorf im Weg standen?

    Mit angeblich verweichlichten deutschen Männern hat all das jedenfalls nichts zu tun. Schliesslich können deutsche Männer in einer völligen Minderheit solchen Scharen von Tätern, die aus einer Gruppe von bis zu 2000 Ausländern am Bahnhof operierten, kaum wirksam Einhalt gebieten.

    Fällt es nicht auch auf, dass aus dem Inneren des Bahnhofs bis zum heutigen Tag in Zeiten allgegenwärtiger Kameras kein einziges Video oder Foto an die Öffentlichkeit gelangt ist, ohne sofort binnen weniger Stunden gelöscht zu werden? Dann dürfte klarer sein, was dort gelaufen ist. Interessant auch, dass wegen durchgesickerter Polizeiberichte ermittelt wird.

  8. Dieser, von einer sehr klugen Frau, Anabel Schunke, geschriebene Artikel, gibt exakt das wider, was ich mir seit geraumer Zeit auch schon denke: wir sitzen ziemlich in der Scheisse und wenn wir nicht flugs mit der unangebrachten politischen Korrektheit aufhören, wird unsere Welt, so wie wir sie kennen, nicht nur zu 20 oder 30 % verloren sein, sondern zu 100%. Die Israelis: ein Fels kultivierter Zivilisation in der Brandung der unberechenbaren Terroristen! Man sollte mal die Israelis fragen, wie sie den Spagat fertig bringen, Zivilisation und Menschlichkeit zu bewahren, sich aber gleichzeitig gegen Terror wehren zu müssen.

  9. @Lena S.

    Liebe Lena,
    du widersprichst dir leider öfter in deinem Konmmentar:

    “Die massiven Probleme… können nicht von …Spinnern…gelöst werden, sondern von den Frauen und Männern, die das können, nämlich von der Polizei.”

    Und hintendran lieferst du gleich den Grund, warum das nicht klappt:
    “Diese ist leider von der Politik in der letzten Zeit häufig genug im Stich gelassen worden.”
    Siehste, Lena, deshalb funktioniert dein frommer Wunsch nicht.

    “… genauso wie die Männer und Frauen von der Bundeswehr für die äußere Sicherheit.”
    Und erneut der geläufige Einwand von dir selbst: “Auch diese sind von der Politik oftmals nicht zum Besten behandelt worden.” Also, wie oben: Lena zum 2..

    Dein Text beschreibt die Zustände und die möglichen Lösungsansätze ziemlich korrekt. Du solltest dir nur die, wie soll ich sagen, grundhinterlegte Meinung abgewöhnen, daß deine Lösungsvorschläge in der Praxis funktionieren. Das tun sie genau aus den von dir beschriebenen Gründen eben nicht. Und das wird sich so schnell auch nicht ändern.

    Und wenn du es schon 3-fach herbei betest:
    1.) “Wir leben weder in der Steinzeit noch im Mittelalter…”
    2.) “Wir leben im 21. Jahrhundert…”
    3.) “Wir leben in einem zivilisierten Rechtsstaat…”

    Na, hoffen wir das mal. Auf die ‘Männer von anderswo’, um Anabel Schunkes Ausdruck mal zu gebrauchen, treffen die 3 o.g. Attribute jedenfalls vielfach nicht zu.
    Trotzdem: Dein Wort in Gottes Ohr.

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