Blockupy und anderer Wahn: Das Korrektiv der Migrantenkinder

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Wir Menschen mit Migrationshintergrund – früher sagte man auch mal locker: Kinder mit ausländischen Wurzeln oder Zugezogene, auch gerne mal Einwandererkind – haben vielfach eines gemein: Die gleiche, unverstellte Sicht auf eine von der linken Seite erkrankten Gesellschaft. So schrieb anlässlich der tumben Zerstörungswut von Linksextremisten am Mittwoch dieser Woche um Blockupy in Frankfurt, Filip Piatov auf Welt Online:

“Ich bin mir als Migrant meiner Privilegien bewusst. Meine Eltern und ich wissen, was wir Deutschland schulden. Jedenfalls nicht das Eigentum anderer zu zerstören oder die Polizei zu attackieren.”




Piatov ist kein irregeleiteter Verräter. Es ist auch kein migrantisches Einzelkind, das dem betreuten Kindergarten der Migrationsbehüter entlaufen ist. Wie er denken sehr, sehr viele Migrantenkinder. Nicht weil wir klüger sind – sondern weil der Blick von außen oft Klarheit schafft.

So sind wir zwar mit dem Wissen um die Kollektivschuld des Holocaust aufgewachsen, aber uns fehlt dieser zersetzende Selbsthass, die Abwertung der eigenen Lebensform zugunsten einer beinahe geisteskranken Überhöhung jeder noch so andersartigen Gesellschaftsform wie zB. der des strengen Islam.

Im Gegenteil: Für viele von uns ist der Islam das Gefängnis, aus dem unsere Eltern entflohen sind, und in das wir garantiert nicht zurück wollen. Und außerdem fühlen wir uns sehr wohl in Deutschland – eine Aussage, die bei den Multikultis mit ihrem Fürsorgeblick regelmäßig zur Schockstarre führt: Kann man denn in Deutschland glücklich und zufrieden sein? Klar, man kann, wenn man weiß, wie es anderswo wirklich ausschaut und sich lebt, wenn man erst die Ghettos von Club Robinson und die Kuschelwärme der Back-Packer-Hostel verlässt. Und ehrlich: So schlimm ist das gar nicht mir der Anpasseritis; Assimilation tut nicht weh, sondern befreit, wenn man aus der gesellschaftlichen Enge der Auswandererländer kommt.

Die Reise nach Absurdistan

Soll jeder machen, wie er meint, aber einem anderen damit tunlichst nicht auf den Senkel gehen. Eigentlich selbstverständlich: Wer herkommt, ordnet sich in einer freien Mehrheitsgesellschaft und deren Werten ein. Nicht umgekehrt. Manche Einwanderer, die vor 30 Jahren hergekommen und geblieben sind, sich hier ein Leben, nicht selten mit etwas Wohlstand erarbeitet haben, sagen sich heute allerdings mit dem Blick auf dem Einscheren und Kuschen vor jeder noch so kleinen Minderheit: “Wir reisten damals nach Deutschland, heute sind wir in Absurdistan.”

Wir Kinder von Migranten sind dankbar für all die vielfältigen Möglichkeiten. Und wir verteidigen die Errungenschaften einer liberalen und offenen Gesellschaft mit einer größeren Vehemenz und Entschlossenheit als viele “Biodeutsche”. Denn wir wissen, was es bedeutet, in einer Welt mit wenigen oder keinen Chancen, ohne gute Bildung, unter den Bedingungen von Korruption und Unterdrückung zu leben. Davor sind unsere Eltern geflohen oder haben ihre alte Heimat verlassen und gegen eine neue Welt eingetauscht.

Für uns ist es eher bedrückend mit anschauen zu müssen, wie uns die Vergangenheit einholt: Wie uns wieder das Kopftuch über die Nase und wie ein Brett vor den Kopf gezogen werden soll; wie Leistungsbereitschaft bestraft und das karge Leben nach den Regeln von Hartz IV als erstrebenswert verstanden wird, wie der Klientelismus der Volksparteien das Land überzieht wie Mehltau und die Segnungen einer offenen, wahrhaft liberalen, weltoffenen Gesellschaft durch den grünen Mief der ökologischen Verbotswirtschaft erstickt wird.

Wir wollen ein anderes Deutschland. Das Alte.

Eines aber brauchen wir ganz bestimmt nicht: eure Sozialarbeiter, Minderheitenbeauftragten, Muslim-Nachbeter, Öko-Muftis und weinerlichen Ausländer-Versteher, die gut daran verdienen, indem sie behaupten, uns zu verstehen und zu vertreten, aber dabei eines ganz gewiss nicht begreifen: Dass wir ein ganz anderes Deutschland wollen.

Ein Deutschland, das diese weinerliche Gruppe von rotgrünen Ausländer-Geschäftemachern so unbedingt zerstören will.

Zugegeben, man sieht und hört wenig von uns. Weil wir mit dem Leben hier voll beschäftigt sind und nicht damit, unser Anderssein stets und ständig zu betonen und zur Show zu stellen. Wir leben aus eigener Kraft und nicht von den Subventionen der Ämter für multikulturelle Angelegenheiten und ähnlicher Selbstbedienungsläden für deutsche Sozialarbeiter und Jammerkinder mit Migrationshintergrund.

Und im übrigen finden wir Deutschland gut. Vielleicht sollten wir laut werden. Damit die Alt-Deutschen uns Neu-Deutschen dieses schöne Land nicht wieder wegnehmen und komplett verhunzen.




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Kommentare {30}

  1. […] hat dieser Text einer Deutsch-Griechin gefallen. (via Achse des […]

  2. Danke, Frau Taxidis.

  3. Danke an Frau Taxidis für diesen Kommentar. Wenn alle Migranten so denken würden wie Sie, hätte wir weniger Probleme. Ebenso stimme ich Ihnen zu 100% zu Ihrer Aussage
    bezüglich der Sozialarbeiter, Minderheitenbeauftragten, Muslim-Nachbetern usw. zu.
    Für diese Gruppe vornehmlich sogenannter Biodeutescher ist das lautstarke Eintreten für diese Politik Selbstzweck. Andere Betätigungsfelder gibt es für sie nicht. Sehen Sie sich einmal deren Berufsabschlüsse an, dann wird vieles noch klarer.
    Vielleicht sollten wir laut werden. Damit die Alt-Deutschen uns Neu-Deutschen dieses schöne Land nicht wieder wegnehmen und komplett verhunzen. Auch hier ungeteilte Zustimmung.

  4. Da werde ich ja richtig stolz auf meinen uralten Migrationshintergrund, meine Vorfahren kamen um dem blutigen französischen Bürgerkrieg zu entkommen nach Preussen.

  5. Ich als liberaler, um nicht zu sagen libertärer, “Biodeutscher” kann diesen Artikel nur unterschreiben.
    Ich bin auf Menschen mit “Migrationshintergrund” immer offen zugegangen und habe dort einige Freunde gewonnen.

    In letzter Zeit ist mir ein Phänomen aufgefallen was ich nur noch als gesteuerte “Desintegration” bezeichnen kann:
    Menschen, die sich in unsere Gesellschaft lang und breit integriert hatten, wenden sich nun von ihr ab und kehren der Freiheit den Rücken.
    Die Hauptursachen dafür sind sozialer und politischer Druck aus dem familiären Umfeld der mittlerweile nachgewanderten Familienangehörigen, sowie linker Deutschenhass, der das “anders sein” bewusst fördert um in blinder Zerstörungswut alles kaputtzumachen wofür dieses Land steht.

    Der Feind meines Feindes ist mein Freund scheint hier die Strategie der Sozialisten zu sein.
    Dabei ist offenbar völlig egal, dass dieser Feind mit der eigenen Weltanschauung gar nicht in Einklang zu bringen ist.
    Man gedenkt ihn, genauso wie die eigene Bevölkerung, mittels Gehirnwäsche und Indoktrionation auf Linie zu bringen.
    Das wird bloß nicht funktionieren, weil die Nazkeule bei Migranten von Natur aus nicht greift….

    1. Habe selten eine so knappe und klare Analyse der momentanen deutschen Krankheit gelesen. Wer sich immer wieder fragt, warum die Antifa den alles andere als bunten Islam so sehr beschützt, erhält auch eine plausible Erklärung: Die glauben, sie würden den Islam nach ihrem Sieg über die heimatverbundenen Deutschen ebenfalls unter ihre Kontrolle bringen können. Ich bin immer noch fassungslos darüber, wie die Deutschen-
      hasser und deren Mitläufer so unbemerkt dermaßen viele Machtpositionen erringen
      konnten.

      1. Die NSDAP ist auf exakt dem selben Wege an die Macht gekommen.
        Während man dachte, man könne Hitler “einbauen”, wurden nach und nach sämtliche Institutionen von Staatsfeinden unterwandert und schliesslich vollends übernommen.

        Aufgrund der Tatsache, dass die Auseinandersetzung mit dem Drtitten Reich nur auf sehr oberflächlichem Weg stattgefunden hat, wir wissen das Hitlers Hund Blondie hiess ;-), ist uns die eigentliche Ursache für das “Deutsche Problem” komplett entgangen:
        Der Zwang zu kollektivistischem, antifreiheitlichem Denken und handeln.
        Ob das sozialistische Vorzeichen dabei nach rechts oder nach links zeigt ist, wie die Opferzahlen zeigen, im Endeffekt egal.
        Die Hauptsache ist dabei, dass man “es dem verhassten Bürgertum zeigen kann”.

        In der deutschen Seele tickt eine Zeitbombe, die alle paar Generationen wieder zu explodieren droht….

  6. Das ist die Wahrheit. ich bin vor 43 Jahren nach Deutschland
    Gekommen und hatte keine Prbleme mich einzuleben. Lernte die deutsche Sprache und arbeitete bis zu Pensionierung voll und gerne. Groß anpassen mußte ich mich nicht Alls zivilisierte Mensch. Nun da gab es noch nicht die Grünen und alles war normal.

  7. Sie sprechen mir als nach Westdeutschland gezogener “Ostdeutschen” aus dem Herzen. Auch wir empfinden die “liberale und offene Gesellschaft” genau von den alteingesessenen Deutschen in ihrer Ängstlichkeit und falschen Toleranz bedroht.

  8. Frau Taxidis, Sie treffen den Nagel auf den Kopf.
    Dieses Land ist krank. Der Selbsthass der medial bestimmenden Klasse, hübsch verpackt in moralisch-gutmenschlische Überheblichkeit treibt die Politik vor sich her.
    Der Sozialindustrie explodiert und schafft ständig neue Pöstchen und Abhängigkeiten.
    Aus Angst die Existenz durch das Etikett “Rechts” (=Nazi) zu verlieren begehrt kaum jemand mehr auf.
    So schlimm es klingt, “Heilung” kommt von Menschen wie Ihnen oder Akif Pirincci.
    Lasst uns “Migrantenkinder” daran arbeiten Deutschland Stolz, Würde und Freiheit zurück zu gewinnen.

  9. Was für ein starker, wuchtiger Artikel.

  10. Wow, besser hätte ich es auch nicht sagen können. Mein Vater (so zu sagen Einwanderer) hat leben lang, gerackert um uns was zu bieten. Sofort nach Ankunft hat er nach der Arbeit privat bei einer Deutsch­leh­re­rin unsere Sprache gelernt. 2 Berufausbildungen abgeschlossen (Abendschule). Die so was mal gemacht haben, kennen die Belastung. Gleich nach der Wende hat er ohne Wenn und Aber die dt. Staatsbürgerschaft angenommen und sich an Recht und Gesetz gehalten. Er würde sich im Grab umdrehen müsste er dieses Land so sehen, wie es jetzt ist.

    “Und im übrigen finden wir Deutschland gut. Vielleicht sollten wir laut werden. Damit die Alt-Deutschen uns Neu-Deutschen dieses schöne Land nicht wieder wegnehmen und komplett verhunzen.” >> die Zeit wäre gekommen dafür!

Kommentare sind geschlossen.