Flüchtlinge: 12 Punkte für eine Flüchtlings- und Einwanderungspolitik

@ Marco2811, Fotolia
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Die Flüchtlingsfrage bewegt die Gemüter, zu Recht. Selbst die Bundesregierung bequemt sich und beruft einen Flüchtlingsgipfel ein. Endlich, denn es liegt vieles im Argen. Doch in dem Strom der Flüchtlinge liegen auch Chancen für unser Land. Unsere Bevölkerung schrumpft und wird immer älter. Das werden wir sehr bald spüren. Deshalb ist die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen und qualifizierten Zuwanderern nicht nur ein Gebot der Mitmenschlichkeit, sondern auch eine Investition in die Zukunft Deutschlands.

Die derzeitige Misere ist hausgemacht

Immer wieder fällt bei den Debatten zu dem drängenden Thema auf, dass Unkenntnis und Ignoranz die Diskussion dominieren. Deshalb ist es notwendig, zu differenzieren und zu versachlichen, Handlungsbedarf auf den Punkt zu bringen und dringend notwendige Änderungen zu veranlassen. Denn die derzeitige Misere ist hausgemacht, ist Ausdruck von Politik- und Verwaltungsversagen. Die Flüchtlingskrise hat ihren Ursprung in einer überholten Gesetzeslage und einer offenbar unfähigen Politik, Vorschriften an die Lebenswirklichkeit anzupassen und die öffentliche Verwaltung so zu ertüchtigen, dass sie auf die Flut der Antragsteller angemessen und sachgerecht reagieren kann. Menschen, deren Existenz durch Terror und Krieg zerstört sind, die wegen ihrer Religion oder ihrer politischen Überzeugung verfolgt werden, deren Leben bedroht ist, diese Menschen müssen ohne Wenn und Aber bei uns aufgenommen werden. Dann gibt es die Gruppe derer, die aus wirtschaftlichen Gründen nach Deutschland kommt. Diese Menschen werden aufgrund einer völlig unzureichenden Gesetzeslage gezwungen, Asylanträge zu stellen. Der politische Offenbarungseid der Regierungsparteien besteht darin, dass sie aus ideologischen Gründen die Augen vor der Wirklichkeit verschließen und mit Vorschriften des vergangenen Jahrhunderts die Situation von heute zu bewältigen versuchen. Bei denen, die aus wirtschaftlichen Gründen zu uns kommen, gilt es klar zu unterscheiden: Zwischen jenen, die nicht bedroht sind, aber von den Leistungen des Sozialstaates profitieren wollen und jenen, die qualifiziert sind und ihre Arbeitskraft und Leistungsfähigkeit hier einbringen möchten. Auf Letztere können wir angesichts der demografischen Entwicklung nicht verzichten. Trotzdem schicken wir viele, die zu uns kommen, zurück, ohne festzustellen, was sie können, wie sie in unserem Land zu unser aller Wohlstand im umfassenden Sinne beitragen können.

Selbst Arbeitskräfte werden zurück geschickt

Noch dramatischer ist, dass auch die Menschen zurückgeschickt werden, die sogar eine Arbeitsstelle in Aussicht haben. Diese ideologische Verbohrtheit, diesen wiehernden Amtsschimmel können wir uns auf Dauer nicht leisten. Dass sie hier als Asylsuchende anklopfen, ist nicht deren Fehler, vielmehr Folge einer verfehlten Einwanderungspolitik. Da es an einem vernünftigen Einwanderungsgesetz fehlt, bleibt ihnen nur der Weg über das Asylverfahren, ein Zustand, der dringend geändert werden muss. Denn dann könnten jene, die sich hier eine neue Existenz aufbauen wollen und die unsere Gesellschaft und Wirtschaft bereichern, im Heimatland einen Einwanderungsantrag stellen. So, wie es jetzt läuft, überfordert es nicht nur viele Gemüter, sondern auch die Behörden. Angesichts der ständig ansteigenden Flüchtlingszahlen sind die Herausforderungen immens. Dies gilt in besonderem Maße für unsere Kommunen. Es gilt, einerseits den Flüchtlingen schnell und unbürokratisch zu helfen, andererseits die Kommunen zu unterstützen, damit sie die Mammutaufgabe einer menschenwürdigen Unterbringung und schnellen erfolgreichen Integration bewältigen können. Wir brauchen eine gemeinsame Kraftanstrengung, damit unser Land ein menschlicher Zufluchtsort bleibt. Die Menschen, die aus Angst um ihr Leben zu uns gekommen sind, sind in hohem Maße traumatisiert und brauchen die Sicherheit, in einer normalen Umgebung ihren Alltag bewältigen zu können. Die rasche Integration in die Gesellschaft muss unser Ziel sein, im Interesse der Flüchtlinge und in unserem eigenen Interesse.

Deshalb müssen wir zügig folgende Punkte angehen:

1. Bislang sind die staatlichen Stellen mit der hohen Zahl von Asylbewerbern überfordert.

Der Stau bei den Asylanträgen muss beseitigt und die Verfahren beschleunigt werden. Dazu brauchen wir mehr Mitarbeiter im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Es kann doch nicht angehen, dass tausende Bundesbedienstete mit der Kontrolle der bürokratischen Mindestlohnvorschriften und Paternoster beschäftigt sind, aber dort, wo es brennt, Personalmangel herrscht. Zudem bedarf es einer pauschalen Stichtagsregelung für Flüchtlinge, die aus Staaten wie Syrien und Eritrea kommen, bei denen Asylanträge in ganz überwiegendem Maß anerkannt werden. Nach einer Sicherheitsüberprüfung sollte allen diesen Antragstellern Aufenthaltsstatus erteilt werden, die zum Stichtag bereits länger als sechs Monate auf die Bescheidung ihres Antrages warten. Generell dürfen neue Verfahren nicht länger als drei Monate dauern. Dadurch kann auch die Integration vor Ort früher beginnen und den verfolgten Menschen ein Stück Lebensnormalität bringen.

2. Vor allem die Länder des Westbalkans sind zu sicheren Herkunftsländern zu erklären.

Hier bestehen in der Regel keine Fluchtgründe wegen Bedrohung von Leib und Leben. Diese Menschen verlassen ihre Heimat, um sich bei uns ein besseres Leben für ihre Familien aufzubauen. Das ist verständlich, darf aber nicht die Asylverfahren von Verfolgten und Flüchtlingen belasten. Deshalb sollten wir Ihnen andere Möglichkeiten eröffnen, zu uns zu kommen, sofern sie auf unserem Arbeitsmarkt gebraucht werden. Hierzu benötigen wir schnellstmöglich Arbeitsvisa auch für Fachkräfte ohne akademischen Abschluss und entsprechend dotierten Arbeitsverträgen. Informations- und Bewerbungszentren in den Herkunftsländern können erste Anlaufstellen sein. Wer bei uns Arbeit findet, Steuern und Sozialabgaben bezahlt, sollte uns mit seiner Familie willkommen sein.

3. Wer keinen Asylgrund und auch keinen Arbeits- oder Ausbildungsplatz hat, muss umgehend in sein Heimatland zurückkehren, notfalls per Abschiebung.

Auch diese Verfahren dürfen nicht länger als drei Monate dauern, damit sich Integrationsbemühungen auf die konzentrieren, die bei uns bleiben.

4. Der beste Weg zu einer gelungenen Integration führt über die Sprache.

Daher bedarf es eines Angebotes kostenloser Sprach-und Integrationskurse, die Teilnahme für den Antragsteller muss verpflichtend sein. Sie müssen flächendeckend in ausreichender Anzahl angeboten werden; es darf nicht sein, dass die Integrationschancen eines Menschen davon abhängen, in welcher Region man ihm eine Unterkunft zugewiesen hat. Gerade Kindern mit Sprachdefiziten müssen wir helfen: Ihnen muss die Teilnahme an Sprach- und Integrationskursen so früh wie möglich nach Ankunft in Deutschland ermöglicht werden. In unseren Schulen ist das Flüchtlingsthema zum Unterrichtsgegenstand zu machen. Es bedarf geeigneter Materialien, mit denen sachlich informiert wird anstatt dumpfen Parolen Platz zu lassen.

5. Wer seinen Lebensunterhalt selbst bestreiten kann, gewinnt Selbstvertrauen und ist auf dem besten Weg, in die Gesellschaft integriert zu werden.

Wir müssen dafür sorgen, dass Asylbewerber, die in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt selbst zu bestreiten, dies auch dürfen. Standardisierte Qualifikationsabfragen schon in den Landeseinrichtungen können ein erster Schritt sein, um ihre Fähigkeiten frühzeitig festzustellen. Sind die beruflichen Fähigkeiten der Flüchtlinge bekannt, kann man diejenigen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit bei uns bleiben werden, gezielt vermitteln.

6. Wir verbauen jungen Flüchtlingen ihre Zukunft, wenn wir sie nicht ermutigen, eine Ausbildung zu absolvieren.

Das sind wir ihnen schuldig und auch unserem Land, denn sie werden die Fachkräfte von morgen sein, die Deutschland dringend benötigt. Die meisten von ihnen sind hoch motiviert. Da, wo aufgrund der Flucht kein Nachweis über Vorqualifikation vorhanden ist, lässt sich dies leicht testen. Um die Ausbildungszeit erfolgreich bestehen zu können, brauchen sie Sicherheit – in jeder Hinsicht. Deshalb dürfen sie während der Ausbildung und der folgenden 18 Monate nicht von Abschiebung bedroht sein. Erst vor kurzem hat die Begegnung der Bundeskanzlerin mit einem jungen Mädchen aus dem Libanon für Schlagzeilen gesorgt, weil dieses Mädchen Angst vor einer drohenden Abschiebung hatte. Dies ist leider kein Einzelfall. Betreuung und Schulbesuch müssen – auch durch die Inanspruchnahme von BAföG – bis zum 25. Lebensjahr möglich sein. Dann muss niemand mehr, nur weil er volljährig wird, seine Schulausbildung abbrechen.

7. Die Flucht unbegleiteter junger Flüchtlinge dauert nicht selten zwei Jahre.

Sie gelangen teilweise in einem Alter nach Deutschland, in dem junge Menschen nicht mehr in Schulen aufgenommen werden; dies ist derzeit nur bis zum 16., höchstens 18. Lebensjahr möglich. Das bedeutet für die jungen Flüchtlinge, dass sie keine Chance haben, hier eine zukunftssichernde Ausbildung zu erhalten. Wir brauchen flexiblere Beschulungskonzepte, nicht nur um der jungen Flüchtlinge Willen, sondern auch, weil wir auf diese hoch motivierten jungen Menschen mittelfristig nicht verzichten können.

8. Für die Bearbeitung der Asylanträge ist der Aufenthalt in zentralen Landeseinrichtungen sinnvoll, er darf aber maximal drei Monate betragen.

Bei der Verteilung auf die Kommunen muss die dezentrale Unterbringung das Ziel sein. Eine Art Ghettounterbringung führt nur selten zu einer gelungenen Integration. Wo eine dezentrale Unterbringung nicht realisierbar ist, sind als Übergang Gemeinschaftsunterkünfte leider unausweichlich. Dafür brauchen wir unbürokratische Lösungen und ein Sofortinvestitionsprogramm für Neubauten und Sanierungen. Auch Bürger, die Antragsteller daheim aufnehmen möchten, dürfen nicht, wie dies häufig berichtet wird, abgewiesen oder bürokratischen Verfahren unterworfen werden. Die Sozialbürokratie ist doch kein Selbstzweck, wenn es wegen bürgerlichen Engagements keinen Bedarf an staatlichen Leistungen gibt.

9. Gesundheitsversorgung unbürokratisch organisieren. Momentan muss noch jeder Arztbesuch genehmigt werden.

Das überfordert nicht nur die zuständigen Sozialbehörden, sondern degradiert die Flüchtlinge im Gesundheitsbereich zu Menschen zweiter Klasse. Mit einer Krankenkarte nach dem „Bremer Modell“ sollen die Flüchtlinge unkomplizierten Zugang zu angemessener Krankenversorgung erhalten. Dazu muss der Bund den Ländern zügig erlauben, Rahmenverträge mit den Krankenkassen zu schließen.

10. Die staatliche Ebene, die über die Aufnahme der Antragsteller entscheidet, soll auch die Kosten tragen.

Der Bund muss künftig vollständig die finanziellen Leistungen für Asylbewerber übernehmen. Damit sind gleichzeitig die Kommunen nicht mehr Leidtragende von überlangen Asylverfahren, deren Beschleunigung sie selbst nicht in der Hand haben.

11. Es ist höchste Zeit für einen gerechten Lastenausgleich in der Europäischen Union.

Wir brauchen ein solidarisches Europa, gerade wenn es darum geht, den Flüchtlingen Zuflucht zu bieten und ein menschliches Leben zu ermöglichen. Dieser Aufgabe müssen sich alle Staaten innerhalb der EU stellen. Das bestehende Dublinverfahren ist unzureichend und muss durch einen fairen Verteilungsschlüssel ersetzt werden, so dass alle Mitgliedsstaaten Flüchtlinge aufnehmen. Geeignete Maßstäbe sind Bevölkerungszahl, Wirtschaftskraft, Arbeitslosigkeit und Größe des jeweiligen Landes. Dann wird auch der Grenzzaun zur Unterbrechung der Schlepperrouten zwischen Ungarn und Serbien verschwinden. Bis dieses neue System Realität geworden ist, brauchen wir einen europäischen Ausgleichsfonds zur Unterstützung von Mitgliedsstaaten mit einer hohen Aufnahmequote. Gleichzeitig sollten wir ein Europäisches Einwanderungsrecht schaffen. Die bestehenden Blue Card – Regelungen sind hierfür nicht ausreichend.

12. Fluchtursachen bereits in den Herkunftsländern bekämpfen.

Kriege, Terrorismus und Armut -ie Gründe, warum Menschen aus ihrem Land fliehen, lassen sich nicht so einfach beseitigen. Dazu bedarf es eines eng vernetzten Einsatzes humanitärer, diplomatischer, entwicklungspolitischer und wirtschaftlicher Instrumente. Nur durch enge Partnerschaften mit den betroffenen Ländern lässt sich langfristig etwas bewegen. Diesen langen Atem müssen wir haben, der Mitmenschlichkeit und der Beseitigung der Flüchtlingsmisere an der Quelle wegen.

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Kommentare {22}

  1. Frau Beer,

    Sie schreiben:
    “… Denn dann könnten jene, die sich hier eine neue Existenz aufbauen wollen und die unsere Gesellschaft und Wirtschaft bereichern, im Heimatland einen Einwanderungsantrag stellen.”

    Wo genau soll der Syrer denn bitte seinen Einwanderungsantrag stellen? Reist der etwa nach Damaskus und wartet dort dann Wochen oder Monate auf eine positive Antwort? Gibt es dort überhaupt solch eine Anlaufstelle?

    Und was wird er wohl tun, wenn er abgelehnt wird? Wird er es akzeptieren und dann in seinem Land bleiben?

    Nur mal angenommen, in Eritrea gäbe es tatsächlich eine Stelle, in der man solch einen Antrag stellen könnte. Wieviele der ungebildeten Leute würden dann anerkannt werden? Und wenn jemand tatsächlich anerkannt würde, holen wir den dann per Flugzeug ab, während zur gleichen Zeit tausende andere Menschen zu Fuß hierher fliehen?

    Wir müssen doch den Leuten helfen, die jetzt schon unterwegs sind. Damit sind wir momentan ja völlig ausgelastet. Sollen wir jetzt auch noch in afrikanischen Ländern Antragsstellen mit Personal aufbauen? Wäre nicht damit zu rechnen, dass auch dort diese Stellen überrannt werden? Soll Deutschland dort vor der Antragsbehörde dann auch noch Zeltstädte errichten? Könnten wird das noch stemmen?

  2. Selten habe ich so viel Gleichklang in den Kommentare gelesen! Ich hatte selbst die Hoffnung, die FDP könne in diesem Thema punkten. Aber auch hier bestätigt sich nur “das Scheitern” der Eliten!

  3. Liebe Frau Beer,

    dieser Beitrag ist ein weiteres Beispiel dafür, dass die FDP nicht mehr wählbar ist, da existierende Probleme ausgeblendet werden und neue Problemfelder als Chancen und Lösungen für die Zukunft Deutschlands präsentiert werden.

    -“Ältere” Arbeitslose ab 50 finden kaum neue Anstellungen sollen aber zukünftig bis 67 und länger arbeiten.
    Die Zahl der Älteren ohne Job in Deutschland wächst, obwohl die Arbeitslosigkeit insgesamt sinkt. Die Bundesagentur fördert die meisten nicht mehr, die über 55 sind, und lässt sie aus der Statistik fallen.
    -Reallöhne sinken kontinuierlich seit Jahren.
    Bei Geringverdienern in Westdeutschland gingen sie von 1995 bis 2012 um 20 Prozent zurück.
    -Bildungsniveau sinkt kontinierlich seit Jahren.
    -2013 verließen 5,7 Prozent der Jugendlichen allgemeinbildende Schulen ohne irgendeinen Abschluss.
    -2013 hatten 1,4 Millionen im Alter von 20 bis 29 Jahren weder eine abgeschlossene Berufsausbildung noch die Aussicht darauf.
    -Wir haben bereits ein Zwei-Klassen-System im Krankensystem in Deutschland! Angeblich war schon vor Jahren nicht genug Geld in den gesetzlichen Krankenkassen vorhanden.
    -Welche Nationalitäten überproportional in der Sozialhilfe hängen wissen Sie wohl selbst genau.

    Andere Länder in der EU haben längst erkannt, dass die “Fachkräfte” aus Syrien, dem Westbalkan und Afrika nicht die Lösung ihrer nationalen Probleme sein können.
    In Deutschland versucht man jedoch den Leuten ein X für ein U vorzumachen. Die FDP ist leider noch nicht in Realität angekommen.

  4. Zu zwei Punkten möchte ich etwas bemerken.

    1. Bislang sind die staatlichen Stellen mit der hohen Zahl von Asylbewerbern überfordert.

    Könnte das evt. daran liegen, dass es innerhalb der EU keine Solidarität gibt und z. B. Italien und Österreich einfach alles nach Deutschland durchwinken?

    6. Wir verbauen jungen Flüchtlingen ihre Zukunft, wenn wir sie nicht ermutigen, eine Ausbildung zu absolvieren.

    Die Jugendarbeitslosigkeit in der EU ist wohl kein Begriff? Gerade in den südlichen Ländern liegt diese um 40% bis zu 50%. Müsste man da nicht zuerst etwas unternehmen?

    Eine Ing-Diba-Studie hat aufgezeigt, dass in den nächsten Jahrzehnten bis zu 18 Millionen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze durch Automatisierung wegfallen könnten. Egal wie qualifiziert oder unterqualifiziert die Migranten sein werden, es gibt nicht genügend Arbeit für sie.

    Aktuell liegt die “geschätzte” Zahl, ändert sich ja fast schon täglich, bei 750.000 Migranten, Flüchtlingen etc dieses Jahr. Wie stellt man sich denn eigentlich vor, wenn in späteren Jahren der Familiennachzug erfolgt? Die Zuwandererquote liegt dann wohl bei 3 bis 4 Millionen jährlich.

    Deutschland steht mit seinen Schulden von 2,2 Billionen Euro und einer maroden, zumindest im Westen, Infrastruktur und steigender Anzahl von No-go-Areas, von der Politik weitestgehend geleugnet, und weiteren Missständen schon heute mit dem Rücken zur Wand. Sämtliche Verträge der EU sind Makulatur, sei es Maastricht oder Schengen, keiner hält sich daran. Der neuerliche Rettungsakt für Griechenland wird uns ohnehin teuer zu stehen kommen.

    Politiker sollten daher keine wohlfeilen Reden mehr halten, sondern sagen wohin die Reise geht.

  5. Nicola Beers Beitrag ist nur ein weiterer Beweis dafür, daß die Lindner-FDP auf photogenen langen Beinen die Linken und Grünen links überholen will.
    Da findet sich kein einziger zielführender Gedanke, um die Fehlanreize abzustellen. Im Gegenteil: in praxi bedeutet die Umsetzung ihrer Ideen lediglich, daß das Einfallstor für Illegale noch weiter aufgerissen wird – Stichwort “Krankenversorgung” und “dezentrale Unterbringung”. Damit wird jede Kontrolle aufgegeben und der Selbstbedienungsladen rund um die Uhr und landesweit geöffnet.
    Wer Deutschland liebt, kann diese FDP nicht wählen!

  6. da wird mal wider derselbe Unfug heruntergebetet, den man aus dem Munde eines Politikers erwarten muss. Es sind diese Sprüche, die die Katastrophe verschleiern aber in keiner Weise mildern. Das Geld für all diese Maßnahmen würde unseren Haushalt dutzende Male sprengen, wenn man es auf die Massen hochrechnet, die sich gerade nach Europa wälzen. Nebenbei: dass alle hochmotiviert zu arbeiten seien, ist eine unrealistische Behauptung – aber wenn es so wäre hülfe es nichts. Die Fluchtursachen in den Ausgangsländern beseitigen: haben Sie einen Plan, wie sie Länder Zentralafrikas auf das Niveau Mitteleuropas bringen wollen, OHNE dass das auf dauerhafte 100%ige Transfers hinausläuft? Jedem Senegalesen ein Kabrio, ein Penthouse und ein Grundeinkommen – dann bleiben sie zuhause.

  7. Dies ist ein völlig überflüssiger Bla Bla Bla Kommentar, dessen inhaltlicher Beitrag zur kritischen Analyse der Asylproblematik und deren möglicher Lösungsansätze sich durch NICHTS von den täglich wiedergekäuten Inhalten der MSN unterscheidet.
    Ich hätte so einen Artikel eher in der Süddeutschen Zeitung oder im Spiegel erwartet.
    …..völlig überflüssig!!!

  8. Das ist doch eigentlich genau das Gleiche, was Grüne, Linke, SPD und große Teile der CDU auch wollen. Konkret geht es auch hier um die Vermischung von (illegaler)Einwanderung und Asyl, und die Verheimlichung der finanziellen und sozialen Folgen. Besonders jugendliche Scheinasylanten(sic!) verursachen besondere Probleme und Kosten.

  9. Leider findet sich da ein Fehler, gerade wegen der alternden Gesellschaft, ist es gefährlich dieses Land mit Zuwanderung zu fluten.

    Ich zitiere aus einem F.A.Z. Artikel: “Wie lässt sich die Armut in der Welt abbauen?”

    “Zum Schluss soll noch vor einem weitverbreiteten Fehlschluss gewarnt werden: Eine alternde und schrumpfende einheimische Bevölkerung macht ein Land nicht etwa aufnahmefähiger für wirklich fremde Zuwanderer aus armen Ländern, weil man Arbeitskräfte braucht. Mit einer schrumpfenden einheimischen Jugend und Arbeitsbevölkerung sinkt die Assimilations- und Integrationskraft von Aufnahmeländern, wie man an Schulen und Stadtvierteln mancher europäischer Großstädte schon jetzt beobachten kann. Wer das nicht bedenkt, gefährdet zuerst die institutionelle Stabilität, dann den Wohlstand der künftig im Lande lebenden Menschen einheimischer und fremder Abstammung und am Ende auch die Vorteile der Rückständigkeit für die armen Menschen, die man nicht hereinlässt.”

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/zuwanderung-wie-laesst-sich-die-armut-in-der-welt-abbauen-12974644-p5.html

    Es ist nicht ganz so einfach wie man sieht, wie es in Teilen von Städten schon aussieht wissen wir, und letztendlich, nachdem hier Zustände herrschen wovor diese Menschen flüchteten, ist keinem geholfen, aber dann interessiert das Thema auch nicht mehr.

    Vielleicht sollte man endlich mal die Scheuklappen ablegen, und die Ursachen benennen anstatt andauernd an der Auswirkung herum zudoktern, außer man hat kein Interesse daran, dass es allen Menschen auf der Welt gut geht. Dann kann man dies schon so machen, unsere Vergangenheit weist ja direkt daraufhin, dies alles gewollt ist, wie es derzeit ist.

  10. Das ist wieder mal ein schoener aber teils auch theoretischer Ansatz, der langfistig verfolgt vielleicht was bringt. Nur: Wie sollen groesstenteils ungelernte “Arbeitskraefte” (Menschen sind ja zuerst mal Arbeitskraefte, nicht wahr liebe FDP?) beschaeftigt werden, wenn “unsere Arbeitskraefte” sich mit Niedriglohn und prekaerer Beschaeftigung ueber Wasser halten muessen, um nicht im H4 Existenzminimum zu versauern? Da sehe ich anderes Potential, deutlich rechts von Merkel!! Und die vielen Ingenieure und Informatiker? Brauchen wir ebensowenig, ich merke jetzt schon als direkt Betroffener die Arbeitsmarktlage fuer 50+. Also falle auch ich und aehnliche in die Kategorie Potential “rechts von Merkel”, wenn die paar Jobs noch von Migranten besetzt werden. Die Balkanstaaten (ein Hexenkessel) werden zum sicheren Herkunftsland deklariert, wie lange? Bis es dort wieder “kracht”? Wieder so ein Potential, welches die Theorie eine bleiben laesst. Die anderen Vorschlaege sind schon nicht schlecht. Junge Leute lernen bei uns und mit uns, so werden sie vielleicht vor Radikalismus verschont bleiben. Abschiebungen ja, sofern nicht belibeberechtigt, ansonsten human vorgehen, super. Nur letztendlich ermuntern wir mit jedem Aufgenommenen weitere zur Abwanderung. Man sollte es ein wenig machen wie Australien. Ach ja, zum Spracherwerb: meine Angetraute spricht sehr schlecht Deutsch und wird es auch nie gut lernen koennen, aber hat noch nie irgendwelche Sozialleitungen gebraucht, und hier sogar ein eigenes Geschaeft betrieben hat. Eher geht sie wieder zurueck ins Heimatland, wo sie auch nicht gerade arm ist, vergleichbar mit unserem Mittelstand. Aufenthatserlaubnis aber immer nur 3 Jahre, wg. Sprache. Ich kenne andere, die tun sich leicht mit unserer Sprache und dem Ausfuellen von Antraegen…

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